Jets

Man kann sagen, dass die Jets beinahe minütlich meinen Hinterhof queren . An machen Tagen nehme ich sie überhaupt nicht wahr, sie sind nicht mal zu hören, aber bei auffrischendem Westwind kündigt sich ihr Kommen mit einem tiefen Brausen an, das sich zu einem manchmal sehr hohen, beinahe schrillen Flugzeuggeräusch auswächst. Nun habe ich mein Bresser-Fernglas herausgeholt und sehe mir das eine oder andere an, und erkenne – da ich keine Ahnung von Flugzeugtypen habe, doch nur die Flaggen auf der Schwanzflosse. Meistens ist sie rot-weiß-rot. (Das wird auch den Ex-Kanzler Alfred „Die-Schwanzflosse-muss-Rot-Weiß-Rot-bleiben“ Gusenbauer freuen)

In den achtziger-Jahren wohnte ich einmal eine Weile in Glattbrugg, nahe dem Flughafen Zürich. Die startenden Jets flogen direkt über unser Haus. Und genau über dem Haus verklappten sie das Fahrwerk, und wir konnten mit freiem Auge erkennen, wie es um das Profil der Reifen stand. Seltsamerweise hat mich das Gedröhn nicht ein einziges Mal gestört… Heute übrigens auch nicht.

Eine Antwort auf „Jets“

  1. Vor vielen Jahren, nachdem wir wieder einmal umgezogen waren, lebten wir sehr einsam auf einem Gutshof. Das ist kein Märchen! Aber es war wie im Märchen. Alles war unglaublich, unfassbar wunderbar. Bis plötzlich eines Nachts – wir waren etwa eine Woche da – eine Stunde lang Tiefflieger über unser Haus dröhnten. Das Baby wachte auf und schrie fürchterlich, und wir waren stinksauer. Jede Woche um die selbe Zeit das gleiche Theater. Da las ich eines Tages im Gemeindeblättchen, dass es viele Beschwerden deswegen gebe. Wer etwas unternehmen wollte, sollte sich die Flugzeugnummer, die Uhrzeit und den genauen Standort bekannt geben. Der Gatte postierte sich in der betreffenden Nacht und schoss erbost Raketen nach obern. Er wollte sehen, wie eines dieser Scheißdinger auf dem Acker vorm Haus runterknallte. Ich war froh, dass es nicht geklappt hatte. Aber Tatsache: Sie kamen nie wieder. Wahrscheinlich hat sich so ein bornierter Siedlungsheini aus dem Nachbarort ein Röntgen-Nachtsichtgerät, ein 3m-langes Teleskopfernrohr und eine Spezialkamera besorgt und mit Beweisfotos einen Piloten beim Falschfliegen denunziert. Oder es war die Rakete, und so ein Angeberpilotbubi hat sich in die Hose geschissen vor Schreck. Da kann man mal sehen!

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