Wollfühlen

Wieder einmal war die Redaktion aus Dobler-City zu schnell für uns. Sie macht Reklame für ein Buch von Sarah Schmidt „Eine Tonne für Frau Scholz“, ein Roman für alle Berliner und die, die es unter keinen Umständen werden wollen, Reklame, sagte ich, und zu recht machen die das, denn dies ist ein nettes und freundliches Buch, aber das sagte ich irgendwie schon.

Und die Redaktion in Dobler-City hämmerte auch einen Link rein, denn wir auch reinwuchten, weil er zu einem humorig-wehmütigen Artikel von Sarah Schmidt führt, den wir allen ans Herz legen möchten, all jenen und jeninnen, die nicht leicht zu schockieren sind.

https://verbrecherei.wordpress.com/2015/03/19/kein-blatt-vor-dem-mund/

Uns hat der Schock leider voll erwischt, wir sind noch steif und starr davon und der Mund klafft, denn Frau Schmidt schreibt:“… aber ich möchte mir noch nicht die Schuhe ausziehen und meine Wollfüße auf die Bühne legen. Ja, das machen ältere Besucher sehr gern. Wahrscheinlich, um auszudrücken, wie wohl sie sich fühlen…“

Schuhe ausziehen … Wollsocken … das war zuviel für uns.
Wir fürchten uns kollektiv vor der nächsten Lesung, und unser Oldie hat schon mit Prügel für die Schuhauszieher gedroht. Wollfühlen hin, wollfühlen her … Es gibt noch immer Grenzen.

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