Krimi ohne Namen

Es ließ uns keine Ruhe. Nach einer miesen Nacht, beschloss die Redaktion, die angebotene Hilfe der Lady die unsere Crystal Meth-Schälchen befüllt, anzunehmen. Und so kam es, dass ein guter Freund der Lady, das trunksüchtige, zweifelhafte Privat-eye, Filip Marlowski, in der Redaktion vorsprach, wo er sich gleich mit Pepita, unserer 17-jährigen Türsteherpraktikantin, fetzte.
„Du kommst hier nich rein!“
Der Typ im fleckigen Trenchcoat, nach Inländerrum stinkend, gab ungerührt zu Protokoll, dass er der reinkarnierte Jörg Fauser sei, und dass „das Mäuschen“ hier keinen Zickinger aufziegeln soll, „bitterscheen“, weils sonst ganz mächtig was auf die „Prune“ geben werde und so weiter und so fort.
Das kam bei Pepita natürlich nicht so gut.
„Wer bist du denn?“, bellte Pepita, „Conchita, ohne Wurst und Bart aber mit extraenger Pussy?“
Jeder hier in der Redaktion, der bis jetzt noch den Anschein gewahrt hatte, zu arbeiten, verfiel in eine Art freudig erregte Starre und glotzte zur Tür.
Die Lady hatte ihr Meth-Beutel-Öffungs-Bajonett sinken lassen, stand einfach nur da und lächelte selig, denn das war ganz nach ihrem Geschmack. Unsere bequeme Weicheier-Existenz, und dieser ganze „Intellektuellenfirlefanz“ – wie sie es nannte – pochte schon tüchtig an ihrer Marille, und man konnte sehen, dass sie insgeheim darauf hoffte, dass die Sache nett eskalierte. Könnte sein, dass sie heute glücklich wird, denn es sah ganz nach Eskalation aus … (Fucking Cliffhanger…)

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