Block Nr. 500

Block Nr. 500. Tja. Sollte, wie angekündigt, der letzte sein. Für eine Zeitlang wenigstens. Weiß aber nicht so recht. Man kann nicht einfach aufhören. Glaub ich zumindest. Ray Chandler hat mal gesagt, dass er, wenn’s mit dem Schreiben nicht hinhaue, auch aufhören können wolle. Wie wir wissen, hat es hingehauen. Sein schmales Werk ist längst Weltliteratur. Ich fand das immer eine reife Einstellung. Wie oft hab ich selber mit dem Schreiben aufhören wollen? 10 Mal? 20 Mal? Wie andere mit dem Rauchen. Mit dem Poffizeln wollt ich nur einmal aufhören, und dann hab ich es auch gemacht. Ich mag nicht abhängig sein. Von nichts. Ich denk immer, wie’s wär, ins Gefängnis gehen zu müssen, weil ich irgendeinem verdammten Lügenfritzen die Fresse poliert habe, und dann von irgendwas abhängig wäre. Zigaretten, Drogen, Alkohol, Sex, Fernsehen oder Schreiben.

Falls es mir beschieden ist, den Knast zu entern, dann häng ich mir Rubin „Hurrican“ Carter an die Wand, der berühmte Boxer, der jahrelang unschuldig im Gefängnis saß. „Wenn sie dich wegen der Zigaretten unter Druck setzen, hör auf zu rauchen. Wenn es das Essen ist, hör auf zu essen. Wenn sie dir Bücher wegnehmen, schreib. Wenn sie dir den Stift wegnehmen, züchte Kakerlaken.“

Aber ich übertreibe wieder.

Und wenn wir schon bei Boxern sind: Nach der schlechten Nachricht vom Gesundheitszustand von Muhammad Ali, hab ich vernommen, dass auch „Smokin“ Joe Frazier im Sterben liegt. Leberkrebs. Das wird nicht wieder. Das könnte ein richtiges Scheißjahr werden, dieses 2012. Mit oder ohne Blog.

2 Antworten auf „Block Nr. 500“

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