Wandern und wundern (2)

Familytroubles

Im ersten WaWu schrieb ich über die Vetrauenskrise zwischen einem ehemaligen Viehhirten und dem heutigen Rindvieh, das man allenthalben auf Wanderungen antreffen kann.

Diesmal gings nicht so hoch hinaus. Ich bewanderte lässig die Donau in der Nähe von Greifenstein, um auch ein wenig zu schwimmen.

Es war früh am Morgen, kaum jemand unterwegs, und ich fand ein nettes Plätzchen am Wasser, umgeben von Bäumen und Dickicht, klein aber fein, mit roh gezimmertem Ministeg.

Also eini. Und gerade als ich mich aufmachte, das andere Ufer anzuschwimmen, sah ich, wie eine fuckin Schwanfamilie daherschwamm. Zwei weiße Eltern, mit sechs braunen Teenagern. Ich stoppte, denn ich ahnte, was nun geschehen würde. Die ganze fuckin Vogelfamilie steuerte meinen kleinen Badeplatz an.
Ungut. Denn wenn die fuckin family meinen Platz vor mir erreichte, würde sie den Platz als den ihren beanspruchen, was completement merde wäre.

Ich war überzeugt – und diese Überzeugung speiste sich aus der Erfahrung –, dass zumindest der Schwanhengst (oder wie das heißt. Schaut bei Google nach.) mich angreifen würde. Und Schwäne sind extrem lästige und mutige Fighter. Und ich war praktisch nackt. Was nun, nackter Mann?

Mit Steinen nach ihnen werfen? Am Ufer Stöcke brechen?

Ich entschied mich für ein Wettrennen, legte meinen schnellsten Crawl hin, und erreichte vor der fuckin family das Ufer, raffte mein Zeug zusammen und verließ den Platz.

Von der Straße aus konnte ich nun sehen, wie die fuckin family Schwan mein schönes Plätzchen enterte.

Ich wanderte halbnackt weiter auf die andere Uferseite, und ging zum Badeplatz. Da waren zwar auch fuckin familys. Aber nur Enten und Familien meine Gattung. Mit denen würde ich wohl fertig werden …

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