Das Déjà vu eines Déjà vu

Sommer ist. Heißt: Menschen stehen in Hitzewellen wie Spargelstangen im Glas in Schwimmbädern, und am nächsten Tag schaufeln sie in Gummistiefeln Schlamm aus ihren überfluteten Häusern. Sommer ist.

Schon lange. Heuer scheint es ein ganz besonders sommriger Sommer zu werden. Leute sterben. Siedlungen werden hinweggeschwemmt oder in schlammige Müllkippen verwandelt. Sommer ist. Anderswo brennts. 50 Grad, über viele Tage. Sommer ist.

Wir sehen Klimaforscher und Politiker im TV. Man ist sich einig. Es muss etwas geschehen. Man weiß auch was geschehen muss. Aber es ist im Großen wie im Kleinen: Es geht nicht. Warum? Weil nichts mehr geht. In Österreich (ich sag jetzt nicht wo) fiel ein Ortsteil dem Hochwasser zum Opfer, weil man keine Vorkehrungen treffen konnte. Einsprüche verhinderten sie. Hochwasserwehren passten einfach nicht ins Ortsbild. Und so läuft’s auch im größeren Stil. Das viele Öl muss noch verkauft werden. Was ist mit der Auotindustrie? Arbeitsplätze? Wettbewerbsfähigkeit?

Hat übrigens jemand überflutete Villen gesehen?
Ich nicht. Noch Fragen?

Nächstes Jahr zur selben Zeit : Sommer wird sein.

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