Covi-Diary (25)

Die Sonne scheint. Die Sonne scheint. Die Sonne scheint. Die Sonne scheint den ganzen fuckin Tag, und Meterologen machen sich Sorgen, weil nun nicht mehr so viele Flugzeuge unterwegs sind, von denen sie ihre Wetterdaten haben.
Lächerlich. Die Sonne scheint, die Sonne wird scheinen und ich warte nur darauf, dass sie geschienen hat. Wozu braucht es Wetterdaten? Der Winter ist vorbei. Die Sonne scheint. Es ist nur noch ein Frage von Tagen, vielleicht von ein zwei Wochen, dass wir den ersten Dreißiger haben und dann dauerts noch mal drei Tage und wir haben 38 Grad. Und da bleibt es dann bis Oktober-November.
Schickt die Meterologen in Pension.

Aber es gibt auch Schönes zu vermelden. Ich sah, wie Julian Schnabel mit seinem kleinen nackten Sohn auf den Schultern Richtung Meer ging. Cut. Schnabel bereits Ende Fünfzig, Anfang sechzig, steht auf einer Mauer oder einem Turm. Unter ihm das Meer. Es sind bestimmt 10-15 Meter Fall. Schnabel, in Badehose, hält kurz inne, dann springt er. Sein Kopfsprung ist geradezu perfekt. Sein ganzer massiger Körper ist unter Spannung. Er trifft auf dem Wasser auf, wie eine elegante Bombe, ein starkes Tier, das im Meer lebt.
Ich sehe mir die Szene noch zweimal an. Warum?
Weil sie mich glücklich macht. Warum macht sie mich glücklich? Weil ich etwas von Turmspringen verstehe. Weil es Mut braucht. Und weil die Ausführung von einem alten, massigen Kerl perfekt war.
Es war einfach ein Sieg. Man kann es immer noch können. Auch mit 40 Kilo und 40 Jahren mehr auf und in den Rippen.

Halleluja!

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