Die fuckin‘ Cocksucker Story am Sonntag

Fuckin’ Cocksucker Lutz Marschenscheid, fuckin’ CEO eines fuckin’ internationalen Lebensmittelkonzerns, trat in seinem Eckbüro im 16. Stock ans Fenster und blickte über die fuckin’ Stadt.
“Sieh nur,“ sagte er zu sich, „ die fuckin’ Stadt liegt dir zu Füßen. Du thronst hoch über ihr. Du hast es wirklich fuckin‘ geschafft.“
Das wiederholte er jeden fuckin’ Tag, denn dies verlieh seinem Arbeitsleben ein gewiße Süße, und Süße hatte fuckin’ Cocksucker Lutz Marschenscheid bitter nötig.

Gerade als er sich abwenden wollte, um sich an seinen fuckin’ fünfzig Tausend Euro Schreibtisch zu setzen, sah er draußen, hoch in der Luft, etwas herankommen. Erst dachte er an einen fuckin’ fehlgeleiteten Hubschrauber, aber es war ein lautloser, riesiger fuckin’ Schatten der da nahte, ein fuckin‘ Condor, dachte Lutz, ein Cocksucker Geier oder sowas. Es kam näher und näher, direkt auf sein fuckin’ Fenster zu und Lutz starrte es an – und dann war es – fuckin’ – da.

Ein fuckin’ rosa Cocksucker Pferd. Jawoll!, ein rosa Pferd, das wie ein mittelalterliches fuckin’ Schlachtross aufgezäumt war! Es stoppte direkt vor Lutzens fuckin’ Fenster, stand ruhig in der Luft, zwinkerte Lutz Marschenscheid fuckin’ kumpelhaft zu und entschwand wieder in der fuckin’ Bläue des Himmels.
Lutz hätte jetzt einen fuckin‘ Schnaps gebraucht, aber den Schnaps hatte er, wie alle anderen gefährlichen Genüsse, aufgegeben, und so nahm er Vorlieb mit einem Alka Seltzer und einer fuckin’ Ohrfeige, die er sich selber verpasste.
Tatsächlich: er war fuckin’ wach. Es war also kein Traum. Was für ein fuckin’ Cocksucker Bullshit!!

Von nun an kam das fuckin’ rosa Ross jeden Tag, hielt kurz vor seinem fuckin’ Fenster und zwinkerte ihm zu. Immer Punkt 14h19. Es kam bei fuckin’ Sonnenschein und es kam bei fuckin’ Regen. Wenn die Sonne schien, sah es aus wie der Schatten eines gewaltigen Vogels, und wenn es regnete, leuchtete es wie das fuckin’ rosa Neonpferd, dass Lutz Marschenschneid in den fuckin’ USA gesehen hatte.

Er fand die Erscheinung langsam etwas beunruhigend, aber andererseits gewöhnte er sich auch daran. Und so war er fuckin’ beunruhigt, aber auch irgendwie fuckin’ stolz, weil dieses fuckin’ rosa Ross ihm kumpelhaft zuzwinkerte. Trotzdem benagten ihn Zweifel. War er der einzige, der dieses fuckin’ rosa Ross sehen konnte? War er etwa ein verklemmter fuckin’ Cocksucker?

Bislang hatte er mit niemandem darüber gesprochen, aber an einem fuckin’ prächtigen, glasigen Frühherbsttag richtete er es so ein, dass sein Freund, der fuckin’ coole Cocksucker Headhunter Valerio Rostfaller, kurz nach Zwei in sein Büro kam. Lutz war fuckin’ nervös, denn es war klar, wenn Cocksucker Valerio das Ross nicht sehen konnte, dann hatte er, Lutz, ein fuckin’  Problem.
Lutz blickte immer wieder bang auf die fuckin’  Uhr: 14h17, 14h18, 14h19. Da war es! Das fuckin’ rosa Ross kam herangeflogen.
Lutz wandte den Blick nicht von fuckin’ Valerio, und es entging ihm nicht, wie dieser erschrocken die Augen aufriss und wie gelähmt aus dem fuckin’ Fenster starrte.
Als es vorbei war, sagte der coole fuckin’ Valerio fuckin’ aufgeregt:
„Das hast du jetzt auch gesehen, oder?“
„Fuckin’ Cocksucker! Bin ich fuckin’ froh!“, sagte Lutz erleichtert. „Du siehst es also auch…“
„Ja. Fuckin’ irre. Dieses fliegende fuckin’ blaue Schwein…“

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