Die Hitze und ich (2.)

Wie sagt man zu meiner gestrigen Ankündigung? Vollmundig?
Meinetwegen.
Die Nacht wurde nicht unhart. Morgens gegen halb 2 noch dreißig Grad. Draußen eine Stille, wie in einem Haus mit Trauerfall. Keine Fiesta, kein Gegröle und Gekicher, kein Schlager, kein Licht, nur diese Hitze und diese Ahnung, dass sie nie mehr weggehen wird.

Ein bisschen Schlaf dann doch noch, so gegen halb 4; um 7 zum Training, bei bereits satten 26 Grad, aber mit Glücksgefühlen, denn 26 Grad am Morgen fühlt sich an, wie frischer Pulverschnee.
Es ist das camusche Sysophosfeeling. Die Hitze kommt wieder, aber am Morgen gibts das süße Pulverschneegefühl, und der Park des Palais Schönburg sieht noch immer großartig aus und nur ein einziges Mal in den Jahren, sah ich jemanden darin, einen Mann der den Rasen mähte, und vielleicht ist es das, was ihn für mich so hip macht: Kein People, das displaywischend sich ergeht, kein People mit Kopfhörern, kein People mit lärmenden Mündern.

Schätze, heute wird die Hitzeschraube noch mal weitergedreht. Abkühlung in der Nacht nur bis zu 26 Grad, das heißt, um drei wirds noch dreißig haben, mindestens, und es wird noch stiller sein in der Schlucht und so geht es weiter, bis wir alle eines nachts Schüsse hören werden, Schüsse vom Ersten von uns der durchgedreht hat. Und es ist nicht auszuschließen, dass dies eine Menge Nachahmer findet. Die Schusswaffendichte in Wien soll hoch sein…

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