Am Fluss

Zur Zeit neige ich dazu, dem asiatischen Wort: „…Ruhig am Fluss sitzen und darauf warten, bis die Leichen meiner Feinde vorbeitreiben…“, wenn nicht uneingeschränkt Glauben, so doch vermehrt Beachtung zu schenken. Sie treiben vorbei, die Leichen. Es ist ein schöner, tief befriedigender Anblick, den aufgeschwemmten und von geplatzten Lügen aufgetriebenen Leichnam eines gierigen und größenwahnsinnigen Kleinhäuslers wie den Ex-Innenminister Strasser vorbeistinken zu sehen. Gutti ist ja auch schon durch.

Gut, die Liste ist lang, fürwahr; aber wenn ein Drecksack wie Strasser, der wie kaum ein anderer den Rassismus, die Willkür und die Dummheit in diesem Land befeuert hat ( in den letzten Jahren), so demontiert wird, dass es selbst den Heuchlern in der ÖVP zuviel wird, dann ist das ein Grund sich zu freuen.

Nicht, dass ich nun an das Gute glaube oder auch nur eine Wende zum Besseren erwarten würde, nein, ( ganz verblödet bin ich noch nicht) aber zumindest legt sich für ein Weilchen der Zorn, und ich kann die Dosis der Blutdrucksenker etwas reduzieren. Für ein Zeitchen. Ein Gefechtspäuschen.

Ich sitze am Fluss und warte. Die Liste ist lang…

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