Farewell, Mickey

Nein, Mickey Rourke, niemand will dir vorschreiben, was du zu tragen hast, auch ich nicht; zieh dir dein Putin-T-Shirt ruhig an und genieß das Menschenrecht auf Ignoranz und Borniertheit, und pack gleich noch ein Gros von den Shirts ein und nimm es mit nach Hollywood, da laufen sicher noch eine Menge Kollegen herum, die sich bestimmt in der postpubertären Rebellenpose gefallen, wenn die Visage eines faschistoiden Unterdrückers und Despoten ihre frisch renovierten und abgesaugten Bäuche pimpt.

Man hats ja schon bei deinem  Kollegen Depardieu vermutet: Die Intelligenz eines Schauspielers korreliert nicht immer mit seiner Beliebtheit, aber mach dir nichts draus, Mick, es gibt auch deutsche Intellektuelle die mit dir locker mithalten können und die gerade eine Petition verfasst haben, auf dass Israel die Raketen der Hamas, ohne Gegenwehr, einstecken möge. Darunter die bereits etwas verhuschte Grimasse des Punks, Nina Hagen. Aber die dürfen das, claro, das ist ihr gutes Recht in einem demokratischen Staat.

Also. Ruhig Blut, MIckey.
Ich mache aber auch von meinem Recht Gebrauch, niemals wieder, und ich meine damit -niemals wieder- einen Film mit dir anzusehen. Und auch nicht mit dem Kollegen Depardieu.

Nicht, dass dich das kratzen würde, lieber Mickey, aber nicht doch, nein. Denn jetzt hast du viele, viele neue finanzstarke Fans gewonnen. Und die sehen dir gerne zu, wie du ein paar Amis um die Ecke bringst …

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