Hasspostings

Jeden Tag neue Beschwerden über Hasspostings.
Heute ist Grünen-Fraktionschefin Göring-Eckhart dran, sich über Facebook Einträge zu beklagen.

Was mich verwundert, ist die Vewunderung über die menschliche Niedertracht. Da sag ich nur: Ihr wart noch nie hier, in Wien, home of the Niedertracht.

Oder bei mir zuhause, wenn ich wieder mal den Fernseher anbrülle und die diversen Akteure beschimpfe. Dagegen sind die übelsten Hasspostings Poesiealben Einträge. That’s for sure.
Aus mir – ebenso sicher – ließe sich ein guter Hassposter schnitzen. Hier ein Schnitt, da ein Hieb und fertig ist der Hasser.
Außerdem habe ich einen niedrigen Ruhepuls, was mich nach neuesten Erkenntnissen als potentiellen Verbrecher ausweist.

Man konnte doch immer wieder hören, dass die Zivilisation nur ein hauchdünner Firnis über der menschlichen Bestie sei. Las man doch allerorten. Und jede/r, der/die als Intellektuelle/r etwas gelten will, führte das Sprüchlein im Munde.
Aber. Warum. Ist man jetzt. Schockiert, betreten, betroffen, betütelt, beängstigt? Wenn man doch Bescheid wusste? Über die menschliche Natur.

Ich habe meinem hauseigenen Hassposter Postingverbot erteilt. Kein Fazebök und so. Ich arbeite mit ihm an der Sublimierung seines Hasses, obschon er das Wort nicht versteht. Ich schon. Ich bin Chemiker, wie Walter White.
Und wenn ihr euch jetzt zu einem Hasspost veranlasst fühlt, denkt daran, wie es Walter White erging und denjenigen, die sich mit ihm anlegten.
Alles klar?

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