Der Säumer und sein Esel „Négrr“

Neulich hatte ich die Geschichte von einem Esel und seinem Säumer gehört, damals, als ich im Berner Oberland handwerkerte. Der Esel soll eher von dunkler Farbe gewesen sein und deswegen nannte man ihn „Neger“. Aber das erste „e“ in Neger wird im Dialekt wie das 1. „e“ in „weggehen“ betont, und das zweite sowieso nicht ausgesprochen. Also hieß er „Négrr“. Jedenfalls hatten „Neger“ und sein Säumer teure Fracht vom Tal nach Wengen zu befördern, also richtig wertvolles Zeugs und auch sehr viel davon, und Neger hatte irgendwann keinen Bock mehr den Esel zu machen und warf ab. Alles runter und rein in die Steilheit des Geländes, wo die Fracht „vertrohlte“. Der Säumer sah sich die Bescherung an, und sagte dann zum Esel: „Lue eis Négr, was du gmacht hesch!“ („Jetzt schau nur, Neger, was du getan hast.“) Und das soll er gesagt haben, ohne die Pfeife aus dem Mund zu nehmen.

Nun, eigentlich wollte ich nur erzählen, dass ich gestern Nacht der Verleihung des Grimme-Preis beigewohnt habe, wo ein Klassenkamerad und Schulfreund aus dem Berner Oberland ausgezeichnet wurde: Der Regisseur und Drehbuchautor Markus Imboden.

Und warum, zum Teufel, tu ich es dann nicht?

Ich gratuliere herzlich und freue mich sehr! Weiter so!

6 Antworten auf „Der Säumer und sein Esel „Négrr““

  1. ..ach laßt mal den Friedl..der steht wahrscheinlich einfach mehr auf Lars von Trier…oder Jörg Buttgereit…ach was schwafel ich, manchmal steckt auch nur ne mangelhafte Darmentleerung dahinter… wo mir einfällt, vorgestern wurde ich auch angewichst (nein nein, rein verbal)…ich hatte zu ner Braut, die ich zum erstenmal sah, gesagt: „Hey, XY is noch zu haben!“ XY fand das garnich lustig. Obwohl er die Braut vorher nicht kannte und wahrscheinlich auch nie wieder sehen wird. Irgendwie war´s ihm peinlich als suchender Single rüberzukommen. 40 Minuten auf ihre Möpse zu starren, das war ihm nicht peinlich..oder sein Onanieverhalten zu erläutern…oder im Beisein anderer zu furzen (17x)…aber so ist das halt; jeder regt sich über was anderes auf…

  2. Ich glaube nicht, dass Friedrich Lehrer ist.
    Dafür hat er zu viele Beistrichfehler gemacht.

    Wären andere Leute auch so pingelig wie er, könnten sie ihm fast Geistesschwäche unterstellen.

  3. Tolle Aussage!
    Betont sich wie das „e“ in „weggehen“. Welches „e“?
    Mann wären Sie nicht Schriftsteller würde ich Ihnen Geistesschwäche unterstellen. Oder Angebertum – eine Aussage zu treffen ohne deren Bedeutung ermessen zu können.

  4. Gute Autoren sind oft Geizhälse. Sie geben für das Verständnis einer Story nur her, was man ihnen unter Folterandrohung und handfester Quälerei, abnehmen kann. In diesem Fall scheint die Folter versagt zu haben. Kann ja mal vorkommen…

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