Alte Männer mit Büchern

Ich sitze auf dem Fahrradergometer, absolviere ein HIIT-Programm und lese John Fantes „Voll im Leben“. Der kleine Roman lag mehr als ein Jahr im Regal am Kopfende meines Bettes. Nun hat er es endlich auf’s Rad geschafft. Natürlich ist er großartig, der Roman. Es ist ein Fante. Ich habe keine Ahnung, warum ich ihn so lange verschmäht habe. Irgendwas passte nicht. Ich nahm ihn zur Hand und las ein wenig darin herum, aber der Funke sprang nicht. Jetzt bin ich so ziemlich begeistert und erkenne den großen Schrifsteller wieder, der Fante war. Warum nicht schon vorher?
Ja. Noch immer ist so einiges rätselhaft. Soll so bleiben.

Was mir auffällt: Die alten Männer auf den Ergometern haben immer öfter Bücher vor sich. Lange Jahre war ich der einzige Kerl, der noch in richtigen Büchern aus richtigem Papier las. Ich bin halt ein verdammter Trendsetter.
Jetzt höre ich Van Morrisons „Tore down à la Rimbaud“. Yeah, abgerissen wie Rimbaud. Kommt mir auch bekannt vor.
Aber was hat das mit Fante, Ergometern, alten Männern, Büchern und mit mir zu tun?
Vermutlich so einiges.

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