Es begab sich

just zu jener Zeit, als der Autor in seiner Rede das Arschloch erwähnt hatte, das an der Kasse vordrängelt, und wo er dazu riet freundlich zu lächeln (christlich). Dann geschah es tatsächlich. Vertrackt.
Der Autor lächelte nicht. Und wie so oft in unseren Tagen, drohte die Situation zu eskalieren, und es oblag dem Autor sich zurückzuhalten, obschon er sich gedemütigt fühlte. Aber wie gesagt: Er wollte die Sache nicht eskalieren.
Er versuchte sich zu erinnern, wann er das letzte Mal Protagonist eines Vordrängelversuchs gewesen war. Es gab keine verlässliche Erinnerung. Es war, als hätte er die Situation in seiner Rede an die Gemeinde herbeigeschrieben.
So beschloss er, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen. Denn der Autor ist nachtragend und Demütigungen werden nicht akzeptiert. Er hat sich das Gesicht des Arschlochs eingeprägt. Er wird es nicht wieder vergessen. Und er ist inzwischen Wiener genug, um bei einer allfälligen Wiederbegegnung die Schmach zu sühnen. Auf Wiener Art: Freundlichkeit vortäuschend, Entschuldigungen litaneiend und gleichzeitig Schmerzen bereitend. Denn bei ihm gilt immer noch das Wort des großen Peyton Quinn: Niemals wegen eines Arschlochs im Knast landen.

Frohe Weihnachten!

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