Die Knallbar Diaries (48)

Eine Lieblingsfurcht des blutjungen Lev-André Knallbar war, sich der Vorstellung hinzugeben, ohne eine Münze in der Tasche (pleite wie immer), und ohne Vorwarnung, auf die Straßen von New York gebeamt zu werden, plötzlich am Times Square zu stehen oder in einem Straßenzug der Bronx, einfach so, piff-paff-puff. Da ging dem Kleinen aber der Reis! Wobei, so klein war er auch wieder nicht, nur jung.

Und so mühte er sich redlich, der Lev-André, diese Lieblingsangst zu überwinden, und lebte dahin, bis die Furcht sich in Lust verwandelt hatte. Das hielt er geheim, verriet es niemandem, bis er dann einmal darüber schrieb. Unter einem Pseudonym, das hier, an dieser Stelle, gelüftet werden soll: Martin Walser. Oder war’s doch Günter Grass? Oder Donna Leon? Zsusa Bank?

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