Noch nicht

Das war’s. Aus. Vorbei. Ich verlasse das Haus in den Bergen, wie der Almöhi seine Ziegensennerei vor dem nahenden Winter. Nur leider ist kein Winter in Sicht. Nirgends. Nur Stau und Hitze. Mörderische Hitze. Für die armen Berner Oberländer sind schon 29 Grad eine Hitze, die man beklagen darf. Da lächle ich milde. In mein City sind es 38 Grad. Ich weiß auch nicht. Aber hier stimmt was nicht. In der globalen Temperaturregulierung.

Nun denn, ich hatte 2 oder 3 freie Tage. Sonst hab ich einiges weggehackelt. In der Rückschau nimmt es sich etwas mickrig aus. Nehmen wir nur die Reperatur des Fußbodens im Eingangsbereich: Sieht nach nichts aus, war aber nicht unknifflig. Man sieht nichts, weil die eigentliche Arbeit im verborgenen Teil rühmlich vor sich hinprangt.

Läppisch, nicht wahr? Andere Arbeiten machen mehr her, waren aber weniger aufwändig (was’n blödes Wort, aber in diesem Falle treffend). Neuer Raum. Neuer Boden, neue Wände, aber noch nicht ganz fertig. Wieder andere, wie der Zufluss zur Eselstränke, machen gar nichts her und nur der Kenner erkennt den zugrunde liegenden Geistesblitz und weiß die Suche nach dem geeigneten Werkstoff zu würdigen.

Fast bin ich versucht eine Analogie zum Schreiben zu fabrizieren. Mach ich aber nicht. Man kann zu allem eine Analogie basteln. Die Welt ist übervoll mit Analogien, ohne dass die uns weiterbrächten. Eine Analogie ist einfach eine Analogie und nur der Kenner kennt sich aus, wie schon der Name sagt.

Wie gesagt, ich ziehe bald zu Tal, Alpabzug sin besties sozusagen, neue Bewohner beziehen das Haus, schlafen in meim Bettchen, essen aus meim Tellerchen, vercheuchen meine Fliegen. Und schon hätten wir wieder eine Analogie. Zu was? Zu: wie’s halt so läuft.

Aber noch ist nicht ganz so weit… Noch nicht …

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