Manchmal …

Ich könnte diesen Text mit: „Manchmal frage ich mich … „ beginnen. Tu ich aber nicht, denn es wäre eine Lüge. Ich frage mich längst nicht mehr. Um was geht’s? Na, um was wohl? Corona. Die „freiwilligen Massentests“, und der Größenwahn der Politos, die das ganze Land in langen Schlangen vor den Teststellen anstehen sahen, um sich checken zu lassen, um dann in Quarantäne abzuwandern oder semibeglückt mit einem negativen Bescheid im Patschehändchen, den sie sowieso erwartet hatten, nach Hause zu walzen.
Nun sickert durch, dass man enttäuscht ist. Enttäuscht darüber, dass sich der erwartete Ansturm nicht ereignet hat.

No na net, ihr Hiafler!

Die meisten Menschen oder noch besser die meisten Leute, wollen einen Mehrwert wenn sie sich schon in eine Schlange begeben und sich einen Wattestab in die Nase rammen lassen müssen. Und wenn der Mehrwert gerade mal eine 10-tägige Quarantäne verheißt oder ein kurzes warmes Gefühl („Hab eh gewusst, dass ich das Ding nicht habe“), dann bleiben zumindest jene zuhause, die den Verdacht hegen, dass sie das Virus in sich haben. Darum auch die superniedrige Ausbeute an positiv geouteten.

Nun gut. Man hat wieder mal ein paar Millionen aus dem Fenster in die Hände der Testherstellerfirmen geschaufelt. Was dabei herauskam ist kontraproduktiv, ganz so, wie der Expertenstab, den sich die zuständigen Ministerien leisten, veranschlagt hat. Die Politos verhalten sich gegenüber den Experten so wie die Männer in einem sizilianischen Sprichwort: „Wenn du eine Sache entscheiden musst, frag deine Frau. Und dann tu das Gegenteil.“

Manchmal frage ich mich doch, ob ich mich nicht manchmal fragen sollte …

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