Der letzte Tag

Heute ist der letzte Tag. Morgen ist Lockdown. Heute noch können sich die österreichischen Arschlöcher und die Arschlöcher die hier leben legal um den Vertrieb ihrer Viren kümmern und auch selbst welche besorgen. Die Freiheit verteidigen. Die Freiheit, andern ungestraft zu schaden, ist die schönste Freiheit. Nochmal raus ins Burgenland, in die Steiermark, nach Kärnten, zurück ins Dorf zur Großfamilie, um noch mal richtig einen loszumachen. Nochmal ins Vereinsheim und alle umarmen und im engen Kellerlokal zu saufen und zu grölen, so also auch in der Pfarre oder beim Imbiss mit den anderen Arschlöchern, die auch nichts besseres zu tun wissen, als in Clustern abzuhängen oder gleich nochmal rein ins Schnäppchenparadies, ran an die Wühltische, halb aufreitend wie stierige Färsen, ja, die zehntausend Covid-Fälle pro Tag die kriegen wir doch noch hin, keine Frage, und es ist ja alles nur die Schuld der Regierung, die so schlecht kommuniziert, denn verdammt, wir sind doch überfordert mit Maske aufsetzen in Innenräumen und Abstand halten, und das ewige Händewaschen laugt doch ungesund die Haut aus, und überhaupt was soll das alles, es gibt keine Pandemie und Tote schon gar nicht, denn die Leute sterben nicht, niemand, es ist die Regierung die diese Leute klammheimlich verschwinden lässt, eh kloa, und Verzicht ist einfach Scheiße, ich musste schon als Kind nicht verzichten, denn ich war der Chef in der Familie, dem Hund gleichgestellt, der sonst immer der Chef war, bis ich kam. Und hat nicht Jim Morrison gesungen: We want the world and we wannit now!
Also.

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