Bettler-Ferien

In letzter Zeit, wenn ich, wie meistens, vom Training schwitzend die Favoritenschlucht durchwandere, von der Post über Billa zu Hofer, eine Strecke von 150 Metern, und nicht wie sonst 5 meiner 7 Liebelingsbettler antreffe, frage ich mich intensiv, ob Bettler auch Urlaub machen. Gesetzlich, von ihren Arbeitgebern ausgelobt, oder als Freelancer, sich selber beglückend, der Einsicht folgend, dass, wenn alle Urlaub machen, es nicht lohnt in der Steppenglut der fuckin’ City dem Broterwerb nachzugehen.

Was wären denn, so frage ich in aller meiner aufbringbaren Naivität, so die Lieblingsurlaubsdestinationen, der Favoritenschluchtbettler?

Oder folgen Sie ihrer Klientel in den Urlaub nach und man trifft sie vor dem Negozio in Caorle oder dem Supermarché in Sainte Marie de la mère?

Jedenfalls hier sind sie nicht mehr.
Finde ich einerseits – pekuniär – ganz gut, aber andererseits fehlen sie mir auch. Es ist jetzt einfach noch schwieriger, ein guter Mensch zu sein.

Aber es wird ja bestimmt irgendwann Herbst, obschon nichts darauf hindeutet: Cocksuckersummer!

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