Max Moor teilt

Neulich saß man wieder mal bei „Stöckl“ beisammen und rettete die Welt. Denn wer könnte die Welt besser retten als Burgschauspielerinnen, Moderatoren, Fernsehwissenschaftler und Designerinnen? Wohl niemand, wenn man ehrlich ist.
Und wie es sich in diesen Tagen ziemt, wurde auch die „Flüchtlingsproblematik“ angesprochen und als Stöckl in die Runde fragte, ob denn jemand eine Lösung wisse, streckte der Schüler Max Moor keck die Hand in die Höhe und rief: „Ich. Ich weiß die Lösung!“
„Alsdann“, glaubte man von Kaiserin Stöckl zu vernehmen.
„Teilen!“, sagte der moderierende Büffelbauer. „Teilen.“

Unbestätigten Angaben zufolge, leben jetzt neben etlichen Wasserbüffeln und der Freundin von Moor, auch einige Familien aus Eritrea, Somalia und Syrien auf dem Moorschen Hof in Brandenburg. Platz genug ist ja.

Ebenfalls noch unbestätigt ist die Meldung, dass der Schriftsteller Ingo Schulze, seine wunderbar große und beinahe leere Wohnung (siehe Bild), ebenfalls mit Verfolgten aus Afrika teilt.

Selbst unser Klempner hat sich von Moors Lösung inspirieren lassen und teilt jetzt seinen Werkzeugkasten mit einem Nigerianer. Zur Zeit ist er allerdings inhaftiert, da ihn die Klempner-Innung, wegen Verdachts auf Beschäftigung von Schwarzarbeitern (kein Kalauer, aber sicher nicht!), angezeigt hat. Wien bleibt eben Wien.

Und auch ich räume gerade eine Ecke von meinem 0,78 m/2 großen Schreibtisch frei, damit ein syrischer Erzähler seinen Blog weiterführen kann.

Danke, Max, damit wäre auch dieses Problem gelöst.

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