Literatur und Wein

Das könnte uns so passen. Gemütlich Wein süffeln, ein echter Kulturnik sein, ein Bildungsspießer (wie ich?), einer von diesen gewandelten Bionade-Biedermeier-Tscherfeln, die jetzt nachhaltig gekelterten österreichischen Biowein verkosten, zusammen mit dem Berater eines Ost-Diktators, dem Ex-Bundeskanzler und Sozen, dem Gusenbauer Fredi – ich meine, könnte sein, denn es ist ja der Wein, der alle zusammenbringt, die Gemütsspießgesellen, die Drangler, die Biachlschreiber, die Nachhaltigkeitswappler mit ihrem Faible für die Extremschrammeln, die Wean hean Nostalgiker mit der H.C. Artmann Nekrogroup Band, die neue Bio-Bobo-Biedermeier-Literatur und immer dabei, der gute Wein, ja, der Wein, der „Rebensaft“, dieses von Bakterien vorverdaute Gesöff, und die von Produktmanagern vorverdaute Literatur, gepriesen von bezahlten Mietlingen, und ja, genau, bevor ich es vergesse, der Wein, der Wein in den Kellern, und wie das alles so wunderbar zusammenpasst, Wein und Literatur, dieses Gesüffel und Gelese, Geraune und Gerülpse, das ist doch mal was, da foa ma hin, Waltraud, des is sicher leiwant, i zohl und du foast, vielleicht treff ma den Polt … odr glaabst, den gibts goa ned in echt?, wurscht, Literatur und Wein, das ist mal was anderes, denn wenn das erste fad is, so passt sicher der Wein … so samma imma auf der sicheren Seite. Kein Risiko, null. Was gibts besseres als Literatur und Wein? Vielleicht, Wein und Wein oder Koks und Comic, Meth und Musik, Speed und Skulptur, Heroin und Handwerk, Rohhypnol und Rock, Meskalin und Malerei, Brownsugar und Ballett ..

All sowas.
Wir, von der Reaktion, finden’s auf alle Fälle klass!

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