Je ne suis plus Charlie

Ich schrieb „Je suis Charlie“ um 15 Uhr in den Blog, knapp drei Stunden nach dem Massaker. Erschien mir notwendig. Und auch die Karikaturen mussten drauf.
Inzwischen sind alle Charlie, man weiß gar nicht mehr so genau, wer eigentlich nicht Charlie ist, und wenn alle Charlie sind, mag ich nicht mehr Charlie sein. Denn ich bin ja nicht Charlie. Diejenigen die wirklich Charlie sind, sind tot.
„Je ne suis plus Charlie“. Bin auch nicht „Ahmed“ oder „juif“.
Schätze, ich bin wieder ich. Was hart genug ist. Wer möchte denn ich sein? Ich jedenfalls nicht. Aber Charlie zu sein, ist auch keine Lösung – jetzt wo alle Charlie sind.
Irgendwann müssen auch all die Charlies wieder nur „ich“ sein.
Denn: Nur Charlie ist Charlie.
Vielleicht wäre es besser Sepp Blatter zu sein. Oder Arnold Schwarzenegger. Oder ein Typ, der eine Knarre hat …

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