„Wehret den Anfängen“

Gestern habe ich etwas verstanden. Ich habe verstanden, was die österreichische Sozialdemokratie unter „Wehret den Anfängen“ versteht.
Bislang war ich der Meinung, dass es um das Erkennen von aufblühenden totalitären Tendenzen geht, das Widerstandleisten gegen Diffamierung von Andersdenkenden, gegen die Unterdrückung der Opposition und damit die Ächtung von Diktatoren.
Geht es auch.
Aber – und das ist es, was mir gestern beim Anblick  der flotten Reblaus-Party mit Putin, mit der feixenden Bundesomi und den versammelten Entrepreneuren der heimischen Wirtschaft, blitzartig eingeschossen ist: Man muss das „Wehret den Anfängen“, nicht nur skandieren, man muss es auch erfolgreich gestalten. Und wie macht man das? Ganz einfach: Man wehrt den Anfängen von vor 80 Jahren. Mit dem Widerstand gegen das Naziregime in den 30-ger Jahren, ist man heute, 2014, ziemlich erfolgreich.
Diese Anfänge sind gemeint.
Das habe ich jetzt kapiert.
Wer hat uns verraten?
Genau.

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