Achtung! Nur für Schweizer Leser: Heil Hitler, zämä!

Wenn man bei Google „Hitlergruß, Schweiz“ eingibt, dann findet man praktisch nur Kommentare aus ausländischen Medien. Die SchweizerInnen ficht die Begründung zur Straffreiheit für den sogenannten „Hitlergruß“ offenbar nicht an. Auch aufgeschlossenen Blogs, wie etwa der von „Saiten“, ist dies keine Meldung wert. Es gibt wichtigeres. Vielleicht hat die Polizei wieder mal angedroht, widerrechtlich abgestellte Fahrräder einzusammeln. Da geht dem Citoyen aber das Geimpfte auf, hergottsack no amol! Oder wenn Weltwoche Zeilenmeister Roger Köppel einen Vortrag halten will, ja, dann gerät die Demokratie in Gefahr. Obschon man sich in der Putinversteherei vielfach so gleicht, wie ein Bio-Ei dem anderen.
Aber so ein Hitlergruß hat halt mit der Schweiz nichts zu tun oder nicht so recht. Ist halt Deutsch. Ausländisch. Unschweizerisch.
Wird man dann sehen. Im Feriencamp der NPD am Thunersee. Ist doch fett Werbung. Sich endlich, ohne jeden Ärger, frank und frei grüßen zu dürfen. Danke, Schweiz.

Ich werde den Gruß auf jeden Fall oft verwenden, wenn ich wieder mal im Land bin. In der Migros, am Bahnschalter, beim Kiosk. Also bis dann, Landsleute, und „Heil Hitler, zäma!“

Hier noch die Begründung des Bundesgerichts:

„Die öffentliche Verwendung des Hitlergrusses ist keine strafrechtliche Rassendiskriminierung, wenn damit lediglich die eigene nationalsozialistische Gesinnung bekundet werden soll. Strafbar macht sich erst, wer mit der Geste bei Dritten Werbung für den Nationalsozialismus betreiben will. (…)

Gemäss Gesetz stellt das Verbreiten einer rassistischen Ideologie wie des Nationalsozialismus eine strafbare Rassendiskriminierung dar. Mit “Verbreiten” ist dabei Werbung oder Propaganda gemeint. Wer den Hitlergruss in der Öffentlichkeit lediglich verwendet, um damit gegenüber Gleichgesinnten oder unbeteiligten Dritten seine eigene rechtsextreme Haltung zu bekunden, macht sich dehsalb noch nicht strafbar. Erforderlich ist vielmehr, dass mit der Geste Drittpersonen werbend zu Gunsten des Nationalsozialismus beeinflusst werden sollen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.