Fragen über Fragen

Heute morgen im Geisteszentrum erwischte mich wieder mal die Fragen aller Fragen die in Fitnessläden seit Jahrzehnten kursiert: „Schon fertig?“
Ich wischte mir gerade vor meinem Spind stehend einen halben Eimer Schweiß von der Stirn, und wenn jemand mein Handtuch ausgewrungen hätte, so hätte er damit den ganzen Eimer füllen können.
Also. War ich fertig?
„Seh ich nicht fertig genug aus?“, antwortete ich, und der Kerl neben mir, ein Eingeborener, lachte. Der Frager auch.
Nun denn, okay, hätten wir das auch, dachte ich und zog mich weiter an. Der Sport am frühen Morgen weckt meinen Geist, schiebt ihn an wie eines jener Matchboxautos mit dieser Schwungfeder, die man einmal kurz über den den Boden schieben musste, und die dann abzischten wie Raketen.
Und als mein Geist abzischte, dachte ich daran, dass ich eine Frage eigentlich immer mit einer Gegenfrage beantwortete. Wenn die Kinder im Hort fragen: „Was gibts zu essen?“, dann sag ich nicht etwa „Spaghetii carbonara“, sondern: „Was ist, hast über das Wochenende das Lesen verlernt?“
(Was ein absolut dezenter HInweis darauf ist, dass sie doch einfach den Menüplan lesen möchten.)

Und so gehts dahin.
Habe ich etwa eine Frageallergie? Oder befürchte ich ein Antwortekzem? Fragekrebs? Antwortitis?
Ich habe da so meine Theorie. Aber wer hat die nicht? Oder?

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