Auch Schweizer ham an Hamur

Es heißt allerorten, dass die Schweizer keinen oder einen nur sehr schwach ausgeprägten Sinn für Humor hätten. Ist natürlich Blödsinn. Der Schweizer-Humor ist halt nicht österreichisch, also nicht so wuchtelmäßig, und kein „Almhüttengewieher“, sondern eher trocken. Sehr trocken. Double brut.

Als einmal ein familiennaher Dirigent wegen eines verspäteten Fluges in Winterthur sehr, sehr spät in seinem Hotel eintraf und der Rezeptionistin zuverstehen gab, wie froh er sei, dass sie noch ihren Dienst versehe, da er ja sonst gezwungen wäre „unter einer Brücke zu nächtigen“, antwortete diese: „In Winterthur gibt es keine Brücken.“

Auch der Schweizer Gesetzgeber hat unlängst seinen Sinn für Humor bewiesen und allen Fahrzeugen auf allen Straßen das Rasen verboten. Auch Polizei und Rettung. Man darf sich also nicht wundern, wenn man in den Schweizer Städten auf blaulichrotierende und Martinshorn gellende Streifenwagen trifft, die mit 30 km/h z.B. einen Raser verfolgen.

Und da in der Schweiz Rasern stante pedes das Fahrzeug beschlagnahmt werden kann, gehen den Rettungsorganisationen langsam die Autos aus. Die Verletzten werden nun, sehr nachhaltig und umweltbewusst, mit dem Veloanhänger transportiert.

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