Die Litterer und die Cleaner

Heute las ich, dass in der Schweiz ein „clean-up-day“ veranstaltet wurde. Bürger machten sich auf, um den von anderen Bürgern auf öffentlichen Plätzen u.ä. liegengelassenen Müll wegzuschaffen.
Mit dieser Aktion wolle man ein Zeichen gegen das „littering“ setzen.

Ich frage mich, ob es sich hier um den weltberühmten Humor der Eidgenossen handelt oder ob man sich vielleicht nur in der Wortwahl vertan hat, oder, ob es sich gar um eine andere, ebenfalls weltberühmte helvetische Eigenart handelt: Das Hinterherputzen. Die einen littern und die andern cleanen. Das nennt man wohl Arbeitsteilung.

Ob mit dem Hinterherputzen bei Mülliegenlassern allerdings das richtige „Zeichen“ gesetzt wird, darf man hinterfragen.

Setzt das „Rote Kreuz“ ein Zeichen gegen Krieg, wenn es auf dem Schlachtfeld die Überlebenden zusammenkratzt, einsammelt und wieder aufpäppelt?

Vielleicht würde (ich weiß, dass kommt jetzt ganz reaktionär) ein bisschen Erziehung Abhilfe schaffen. Vielleicht schon bei kleinen Kindern?

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