Geräusche

Heute war’s im Geisteszentrum plötzlich nicht mehr schön.
Mir war, als hätte ich einen Joint geraucht. Alles ein bisschen intensiver, paranoider.
Mit mir, waren 4 alte Kerle an den Maschinen zugange. Drei machten Geräusche. Eigentlich waren es zuerst 4, aber ich hörte mit den Geräuschen auf, als ich die der anderen hörte. Es waren nicht die Schreie und Testosteronseufzer der Anstrengung die ich vernahm, sondern einfach: Geräusche. Grochzen und verhaltenes Ächzen, lautes, unnötiges Schnaufen, schniefen und prämortales Röcheln. Es war ungut. Ich verzog mich. Ich riss vor der Wahrheit aus.
Die bittere Wahrheit ist: Irgendwann beginnt man Geräusche zu machen. Wie ein alte Treppe. Ein alter Ventilator. Ein Röhrenfernseher.
Man kann nichts dagegen tun. Ist das fair?
Ich finde nicht.

Zu Hause guckte ich ein wenig Tennis. Frauentennis. Die beiden Girls waren nicht alt. Aber eine gab Laute von sich, die mich an heute morgen erinnerten. An die alten Kerle. Ich fand’s eben so schlimm. Die jungen Geräusche einer 21-Jährigen. Es nervte gewaltig. Während die Alten ihre noch variiert hatten, ließ die Junge bei jedem Rückschlag immer den gleichen seppldämlichen Laut ab. Nicht zum Aushalten.

Ich wechselte zu den Kanadiern. Männer ohne Unterleib, in Plastik eingeschweißt, die einen Fake-Wildbach runter slalomierten. Aber die hielten ihren Mund. Und die Gischt sah schön kühl aus. Super.

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