IchundIch

Es gibt etwas das immer und immer und immer wieder verlässlich wunderbar ist: Wenn wir das Glück haben, jemandem zuschauen zu dürfen der seine Arbeit wirklich versteht. Das wusste bereits Goethe: „Arbeit ist schön, stundenlang könnte ich zusehn“.

Entgegen der Meinung von Zynikern und Faulenzern meinte Goethe – ein wahrer Connaisseur- es nicht halb hämisch, halb gönnerisch, sondern eben genau so, wie er es sagte. Und wenn einer seine Arbeit versteht, ist es vollkommen blunzen, ob er in einer Schubkarre Zement mischt, als Barkeeper Biergläser füllt, köstliche Leberhaken setzt oder, und jetzt kommt’s: Als Schauspieler auf der Bühne steht.

Und diese wunderbare Arbeit kann man jetzt sehen. Im Nestroyhof, im Hamakom-Theater, wo der gewaltige Michael Gruner mit Präzision und einem atemraubend hinreißenden, und hingebungsvoll arbeitenden Ensemble, Else Lasker-Schülers „IchundIch“ inszeniert hat.

Außerdem ist das Stück auch noch komisch. Obschon man den Eindruck nicht los wird, dass es in Wien noch nicht gestattet ist, über dümmlich ergebene Nazis zu lachen

Und als absolute Dreingabe ist der Autor dieses Blogs auch noch in einer wahrhaft tragenden Rolle zu sehen, bzw. zu bewundern.

„IchundIch“ Hamakom Theater, Nestroyplatz, 2. Wien.

Vom 24. Januar bis 18. Februar (fast täglich)

http://www.hamakom.at/index.php?id=599

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.