Wieder nicht

Bob Dylan hat ihn schon wieder nicht gekriegt. Den Prix nobel. Aber ich kann mir keinen seiner ehrlichen Adoranten vorstellen, der deswegen vergrämt wäre, geschweige denn, Dylan selber. Aber wer gesehen hat, wie Jack Lang ihm irgendein französisches Ehrenlegionsgeschmeide, in der Größe und Form eines metallenen Kinderlatzes anlegte, und Bob Dylan die Prozedur stoisch über sich ergehen ließ, ein „A thousand thankyous“ krächzte, sich umdrehte und abging, und wie danach der zerknirschte Jack Lang sich am liebsten selber geohrfeigt hätte und sagte (im Sinne): „Warum konnte ich den Mann nicht in Ruhe lassen, warum nur, musste ich ihm diesen Scheiß umhängen?“, der könnte doch versucht sein, es dem Dylan ein bisschen zu wünschen, dass er ihn doch irgendwann kriegt, den Prix. Aus purer, egoistischer Lust am Spass.

Die Blockredaktion gratuliert dem Herrn Tomas Tranströmer.

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