Depressiv-lethargisch

Nach einer Lesung mit den andern „Superbastards“ http://www.superbastard.de/ in Augsburg, schrieb die „Augsburger Allgemeine“: „Depressiv-lethargisch, doch fesselnd war der Vortrag des Wieners Andreas Niedermann.“

Das fand ich interessant, und doch krass bedenklich. Bin ich tatsächlich depressiv? Und lethargisch? War ich nicht einfach nur hackedicht? However. Wenn ich depressiv bin, google ich einfach meinen Namen. Nicht, dass dies meine Stimmung aufhellen würde, aber manchmal findet man was lustiges. So stieß ich neulich auf eine Website, die sich ein Zitat von mir gekrallt hatte: Wenn man alt ist, hat man schon einiges gesehen. Und einiges hat man schon zigmal gesehen und wird es wieder sehen, wenn man blöd ist und wieder hinsieht.

Das fand ich ein nettes, und gleichzeitig kluges Zitat, und die Vorstellung, dass ich vielleicht nicht nur depressiv-lethargisch, sondern auch klug sein könnte, gefiel mir sehr. Vielleicht sogar ein bisschen gscheit?

Aber dann las ich, dass in Ösi-County Staatsmeisterschaften in „Slam-Poetry“ ausgetragen werden, und es einen Slam-Poetry-Staatsmeister gibt. Er heißt Markus Kozuh.

Ich gestehe es: Nicht anderes habe ich erwartet. Weder vom Land, noch von den Slam-Poeten.

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