Die österreichische Post: Der einzige Auftragskiller, der vom Opfer bezahlt wird

Als ich vor zwei Jahren zwischen Wien und Wald (AR) in der Schweiz pendelte, nahm ich oft Verlagspost, Bücher, die nach Deutschland verschickt werden mussten, mit in die Schweiz, um sie dort zu verschicken. Das machte, pro Buch, ein Euro Differenz. Das ist mitunter das, was dem Verlag, abzüglich aller Kosten, pro Buch bleibt.

Das war hart genug. Aber nichts dagegen, was die Ösi-Post, seit 1. Mai gestartet hat. Es ist der Angriff eines Auftragskillers. Neulich wollte ich zwei Bücher, unter 500 Gramm, in die Schweiz verschicken. Kostete vor dem 1. Mai, economy € 5,60, jetzt: 13,80. Zwei Bücher. Ladenpreis € 14.-

Ich sandte sie dann einzeln. Da kam das Stück auf € 3,40.

Das Ziel des Kapitalismus ist das Monopol. Da bewegen wir uns zügig hin. Es sieht aus, als könnten die ganz Großen noch bestehen. Aber das ist ein Irrtum. Auch ihre Tage sind gezählt. Wir Kleinstunternehmer, die wir ungerufene Dinge produzieren, und mit unserer Produktion noch zur Lebensgrundlage anderer, kleiner Betriebe (Druckereien, usw.) beitragen, werden vom einem impotenten, auf das Viagra der öffentlichen Hand angewiesenen Riesen wie die Post, zertrampelt. (Zumindest wird es versucht)

Und wenn die dort Scheiße bauen (und das tun die!), dann darf ich mit meinen Steuern die Abfindungen der Manager und des entlassenen Personals bezahlen.

Es ist so, als würde ich aus meiner eigenen Tasche den Killer bezahlen müssen, der mir das Hirn rausblasen will.

Es mag für viele seltsam klingen, aber ich habe eine Scheißwut. Und sie geht nicht weg.

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