Sprachbilder

Eine neue Metapher ist im Umlauf: „Seine Tage sind angezählt“. Gelesen in der „Zeit“, gehört im Fernsehen. Überhaupt toll, was da alles kursiert. Kaum mehr jemand, der die Sprachbilder richtig zusammenkriegt. Macht ja nichts. Wir wissen eh, was gemeint ist. Und interessieren tut’s auch nur Nachbars Lumpi oder die nächste Sau, die durch die Grube geworfen wird…

„… Damit hatte er sich eine zweite Standschiene eruiert, und konnte endlich mit harten Handtüchern fighten. Denn das Geschäft lief wie durch ein Nadelöhr. Den Zulauf der Kundschaft verdankte er vor allem seiner Mutti, die immer wieder in die Grube gesprungen war, wenn gerade Not im Ring war. Aber das kennt wohl jeder, der sich mit der Materie beschäftigt und nicht den Kopf in den Wald steckt, wo der Himmel voller Alarmglocken hängt, falls er den Mut aufbringt über seinen Schatten hinauszuwachsen. So ist es doch: Die dümmsten Bauern hängen eben am längeren Hebel, dagegen ist ein Quantensprung nur eine zottlige Anekdote die keinerlei Relativtität besitzt, und gegen die noch kein Kraut geraucht wurde. Wir können von Glück reden, wenn es nicht Pech und Schwefel regnet oder Katzen, Hämmer und all so’n Zeuch. Danke für’s Zubrot, dass ich mir auf diesen steinigen Pfründen abschwingen kann!“

2 Antworten auf „Sprachbilder“

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