Lügen ist süss

Der Ex-Finanzminister von Austria ist ein interessanter Typ. Slick, nennt man Burschen wie ihn, nicht smart, nicht klug, aber slick; einer, bei dem man sich Schmiergelpapier um die Greifer binden muss, um ihn zu kriegen. Aber dies ist nicht der Punkt. Sache ist, dass dieses slicke Kerlchen, seit es den ersten Satz gesprochen hat, lügt. Und zwar den ganzen Tag lang. Ich schätze, dass auch seine Träume voll der Lüge sind, denn die Lüge ist sein Lebensprinzip.

Aber da kann er nicht mal was dazu. Er ist Kärntner. Und das Kärtnersein steht einer solchen Existenzausformung nicht breitbeinig im Weg. Ich denke, Karlheinzi hat gelernt, dass die Leute gerne Lügen hören, Gesülze, das an der Realität kaum anstreift. Aber es hört sich eben klasse an. Vermutlich hat Karlheinzi schnell gecheckt, dass die Wahrheit mitunter ein roher Brocken ist, den niemand gerne auf die Hühneraugen geknallt kriegt.

So hat er begonnen zu lügen, und weiter zu lügen und dann hat er schlichtweg nie mehr damit aufgehört. Und weil er zwar ein slickes Kerlchen, aber nicht wirklich klug und smart ist, merkt er’s nimmer. Er redet und sülzt und treibt Blasen, und er glaubt sich jedes seiner Worte, und weil er gelernt hat, dass auch andere ihm glauben, ist für ihn alles Tipptopp. Falls ihm jemand mal nicht glauben will, dann ist dies ein böser Mensch, einer, der ihn vernichten möcht. Dann lässt er treuherzig seine Äuglein rollen, so, wie‘ schon Karlheinzi getan hat, damals, in Vatis „teitschkärntner“ Autohaus. Denn dann kam Mutti und alles war wieder gut.

Er ist zum Schießen. Eigentlich.

Aber er sollte sich mal untersuchen lassen. Und die, die ihn gewählt, und in diese Position gehievt haben, auch.

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