Für eine Weile

Was’n goldener Herbsttag! Die kalte Morgenluft strömt durch das Fenster. Die Blätter der Hinterhofbäume fallen ins Gelbe, und auf dem Garagedach hat sich der Wind ein kleines Laubkissen gebaut. Keine Jets. Ich erinnere mich, dass ich zu dieser Jahreszeit in den Herbstferien beim „Landdienst“ war und Kartoffeln ausgrub. Es ist lange her. Aus dem nassen Gras stieg der Nebel, und man trug am Besten Gummistiefel. Die Kühe verschwanden auf dem Weg zur Weide in dem Gespinst, und man konnte nur noch ihre Glocken und das seltsam weiche Geräusch ihrer Hufe auf dem Asphalt hören. Die Sonne stieg hoch, trieb ihre Strahlen in den Nebel, und gegen Mittag war alles Gold.

Später saß ich hinter dem Lenker des Traktors, döste und träumte von großen Taten.

Manchmal fällt alles von einem ab. Für eine Weile.

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