Eine vor’n Helm

Übertrieben fand ich, dass gestern im Zusammenhang mit „Stuttgart21“ von einer „Eskalation der Gewalt“ gesprochen wurde. Es hatte etwas lächerliches. Ein paar Wasserwerfer und ein paar hasserfüllte Polizisten die mit Pfefferspray die Augen von Demonstranten amtshandeln, sind noch kein Gewaltexzess. Ich kenne da andere Begebenheiten. Und da war sowas einfach normal, Alltag. Also, ganz ruhig, Bürgers.

Mir persönlich sind die Leute in Stuttgart wurscht, aber um diese alten, prächtigen Bäume tut es mir leid. Könnte mich dazu verleiten, dem einen oder anderen Bullen, mit der flachen Hand eine vorn Helm zu geben.

8 Antworten auf „Eine vor’n Helm“

  1. @Thomas
    gut, das war jetzt nicht ganz fair, dieser Vergleich, aber andererseits ist halt „blablabla“ als Dokument meiner Österreichkritik auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.
    Vielleicht wär’s nicht daneben, Belege vorzulegen anstatt einfach „blablabla“?
    So argumentiert eben ein Chauvi…

  2. Niedermann,

    Du kennst mich lange genug, um zu wissen, dass ich nicht wirklich ein Patriot bin. Wenn schon, dann zumindest kein typischer. Mich als Chauvinisten zu bezeichnen, wäre schon fast lächerlich.

    Ich habe mit keiner Zeile behauptet, dass Wasserwerferstrahlen und „Notwehrschüsse“ dasselbe sind.
    Wenn du Dich erinnerst, wirst Du feststellen, dass ich Deinen Blog und Deine Einstellung nach dem Vorfall in Krems sogar gelobt habe.(Nicht zuletzt, weil ich vorher wegen des „Jeannee- Kommentars“ fast kotzen musste.)

    Was ich aber behauptet habe (und dazu stehe ich immer noch), ist, dass du einen Wasserwerferstrahl in Wien anders kritisiert hättest, als den in Stuttgart.
    Da waren aber nicht nur Wasserwerferstrahlen, sondern auch ein paar gebrochene Nasen, und irgendwo anders in Deutschland, aber am selben Tag, gab es auch ein paar mit Gummiknüppeln malträtierte Jugendliche.
    Aber ich schätze, Du findest wieder eine Möglichkeit, das zu verharmlosen und mich als ahnungslosen Trottel oder stumpfsinnigen Patrioten hinzustellen, der blind sein Land zu verteidigen versucht.

    Egal, in dem Moment, als ich gestern meine Finger auf die Scheiß-Tastatur gelegt hab, um meinen Kommentar zu verfassen, hab ich gewusst, dass ich dabei bin einen Fehler zu machen. Warum ich trotzdem begonnen habe zu tippen, weiß ich nicht.
    Aber Du hast sicher eine Antwort parat.
    Versuch’s mit einer, die mich nicht als politischen Vollidioten outen will…

  3. @Thomas
    Für den Patrioten mag der tödliche „Notwehrschuss“ eines Polizisten in den Rücken eines Jungen dasselbe sein, wie andernorts ein Strahl aus einem Wasserwerfer. Aber eben nur für den Partrioten. Und den Chauvinisten.

  4. …das Problem bei dem Stuttgartern/Schwaben ist doch, sie sind viel zu langsam um einem Schlag auszuweichen..allerdings sind die Bullen dort ähnlich träge….

    Ganz ehrlich, die Bullen wissen nicht, warum sie den Leuten ins Gesicht schlagen..so wie auch die Protestierer nicht wirklich wissen, warum sie protestieren..is auf beiden Seiten wahrscheinlich ein emotionales Ding…ich würd mir fürn so´n Kackgebäude (so es nicht meins ist) nicht in die Fresse treten lassen…sind doch nur fucking Steine…aber wahrscheinlich brauch auch die fucking Mittelschicht mal ihre fucking 5-Minuten-Revolution…

    Scheiß gelangweilte Wohlstandsärsche…auf beiden Seiten!

  5. ok.
    Bin ja kein Spielverderber:

    „…brutale Polizeigewalt blahblahblah typisch für dieses Land blablabla die werden’s nie lernen blahblahblah…“,

    und dann – mein persönlicher Favorit:

    „… in welchem anderen europäischen Land, wenn nicht in Österreich blahblahblah so was gibt’s nur hier blahblahblah…“

  6. Irgendwie, lieber Niedermann, hab ich das dumpfe Gefühl, dass der Blog anders ausgefallen wäre, wenn die Scheiße in Österreich passiert wäre.

    Rock on!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.