Über den Witz in die Einöde

Manchmal erzählt meine kleine Tochter Witze. Sie wird sieben. Ihre Witze sind unddannunddannunddann-Geschichten. Lang. Sehr lang. Mit schaler, vorsehbarer Pointe. Wenn überhaupt Pointe. Hauptsache: lang. Ich glaube, dass sie glaubt, dass der Witz eines Witzes in der Länge der Story liegt. So wie es Kollegen gibt, die glauben, der Wert und die Güte ihrer Arbeit läge in ihrem zerdehnten Ego. Schale Bücher. Aber immer nur ich, ich, ich. Kollegen, die Zeitungen nur lesen, wenn ihr Name drin steht. Kollegen, deren Kommunikationstext nur aus- „Ich hab grad eine tolle Cd rausgebracht. Und ein Krimi ist auch erschienen. Wie war dein Name nochmal?“- besteht.

Sie sind im besten Fall bemitleidenswert. Und vor allem: Sehr, sehr, sehr langweilig. Wie die Witze meiner kleinen Tochter. Aber die übt noch.

Der Lieblingswitz eines Freundes, einer, der ganz oben auf meiner Liste steht:

„Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch!“

Das sind perfekte Proportionen, Kollegen!

2 Antworten auf „Über den Witz in die Einöde“

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