Seminettes Sonnett am Sonntag (Wieder Lesung im Hirschen)

Die Rollos blieben unten, die Luft war bräsig
Tausend Fliegen tobten durch den Saal
ich gab ihnen einen aus, ein „Sauser“-Mahl
aber sie mochten’s, glaub ich, lieber käsig.

Die alten Dichter lasen, und auch die jungen Frauen
Die Alten hielten’s, wie ich beim Wohnung fegen,
leidlich schlampig, solala, und, meinetwegen
fragt sich, was ist Poesie? Und was ist Worte kauen?

Die Thurgaulady ließ die Frage offen
sind wir denn Kinder
oder sturzbesoffen?

Und das blieb letztlich auch die Frage
Dichter oder Zeilenschinder?
Die Antwort gibt’s noch dieser Tage.

2 Antworten auf „Seminettes Sonnett am Sonntag (Wieder Lesung im Hirschen)“

  1. Also der Henk mag dicker sein, als er mit 17 war – aber der Bursche dichtet rum – der haut mich um… und langsam glaube ich, aus dem wird noch was! Ganz ehrlich!
    (Ich weiß schon, Thomas, das weißt du schon länger, aber pass mal auf: ich weiß es noch länger).
    Und jetzt komm ich gleich mit nem Truck voll Whisky vorbei. Eine bessere Idee hab ich nicht, wie man den Postwahltag überleben sollte.

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