Aber ich tue mein Bestes

Was für ein Tag!
Ich lag dösend im Schatten der Buche und träumte von Agios Nikolaos, so, als läge das glitzernde Meer gleich hinter mir, und ich täte nichts anderes als darauf warten, dass die gleißende Sonne sank und der Harzduft der Pinien mit dem Holzkohlefeuer der Taverne verschmolz. Und dann, wenn die Dämmerung den größten Durst aller Durste entfachte, den nach noch mehr Leben, diesen unstillbaren der unstillbaren, der mit dem ersten „Kilo Krasi Vareli“ hoch auflodern würde, so funkelnd und duftend und betörend, während die leichte Brise vom silberflickernden Meer her Nacken und Schläfen umschmeichelt und das schiere Verlangen anstachelt, dann, ja dann…
Salz und Brot, Öl und Wein.
Kyrie eleison!
Ich erwachte im Heidener Schwimmbad.
Aber ich tue heute Abend mein Bestes!

2 Antworten auf „Aber ich tue mein Bestes“

  1. „I was bombed and I was dead“ dröhnen Can gerade durch meine private Null-Zone (ah, da fällt auch schon die – akustische – Atombombe auf TAGO MAGO). Ich glaube, da muß ich schnellstens ein Buch zur Hand nehmen, das die wenigen Grashalme oder gar Blumen im Beton aufspürt. Eins von Denis Johnson vielleicht, oder auch von einem deutschsprachigen Schriftsteller.

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