Niederösterreichische Notwehr!

Jener 14-jährige, der beim einem Einbruch in eine Kremser Merkurfiliale, von Beamten erschossen wurde, ist, so ergab nun die Obduktion, durch die sogenannte „Niederösterreichische Notwehr“, zu Tode gekommen. Schuss in den Rücken.
Wie auch kürzlich jener Motorradfahrer, der einem Haltebefehl eines niederösterreichischen Polizisten nicht sofort nachgekommen ist. Schuss in den Rücken. Exitus. 6 Monate bedingt für den Schützen. Kleine Geldstrafe.

Warum schießen Beamte einem Motorradfahrer hinterher, warum knallen sie einen flüchtenden Einbrecher ab? Der Gebrauch der Dienstwaffe ist streng reglementiert, und ihr Einsatz nur für den äußersten Notfall vorgesehen.
Der Beamte schießt, weil er in einem Land lebt, dessen Landeshauptmann zum Tode von zwei Rumänen vermeldete: “Wer in Niederösterreich etwas anstellt, der muss eben auch mit dem Schlimmsten rechnen.”
Der Beamte schießt, weil er glauben könnte, dass sein größenwahnsinniger Landeshauptmann es als jedes Polizisten Pflicht ansieht, alles und jeden, was sich beim Anblick einer Uniform nicht gleich devot und ergeben zeigt – wenn nicht gleich zu erschießen – so zumindest mit Schüssen so einzudecken, dass der Delinquent sein Lebtag sicher ist, wer der Kaiser im Land ist.

Nun gibts Empörung. Nona. Vor allem von den Grünen und der SPÖ. Die ÖVP, und ganz klar die FPÖ, sagen nichts dazu. Warum sagen sie nichts? Weil sie wissen, dass der Großteil der österreichischen Bevölkerung dieses Vorgehen der Polizei gutheißt. Wer etwas verbricht, hat sein Recht auf Leben verwirkt. Wenn einen die Hardliner und Todesstrafeakklamierer in Texas, nicht das Fürchten lehren, dem jagen die Spießer aus Österreich die Gänsehaut über den Rücken.
Nur ein paar demokratische Spinner, vermutlich auch „amtsbekannt“ finden das nicht in Ordnung.

Für mich ist es so, dass die Kugel, die den 14-jährigen in den Rücken traf, zuerst aus dem Mund von Erwin Pröll abgefeuert, und mit der Autoritätshörigkeit seiner Spießer zum Dumdum geschlitzt wurde.

Es ist anzunehmen, dass sich niemand bei der Familie des Toten entschuldigt. Es ist anzunehmen, dass die Beamten zu Hause sitzen, plärren und im Selbstmitleid baden. (Es kursiert das Gerücht, dass sie betrunken waren.)
Das kann man gut, in Pröllenland.

Wenn ihr das nächste Mal nach Österreich kommt, denkt daran, wie schnell man hier sterben kann.
It’s a diffrent country. Erst schießen und dann plärren.

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