Qualvoller Meilenstein

  • Es gibt qualvolle Tode
    Es gibt qualvolle Foltermethoden (Pleonasmus)
  • Es gibt qualvolle Methoden zur Fußnagelentfernung
  • Es gibt qualvolle Trainingsmethoden
  • Es gibt qualvolle Fußmärsche
  • Es gibt qualvoll lange Filme
  • Es gibt qualvoll langweilige Bücher
  • Es gibt quavoll ausufernde Reden

    Und jetzt gibt es auch noch den „Qualvollen Meilenstein“. (Gutuerrez)

Wir initieren hiermit einen kleinen Zeichenwettbewerb: Zeichnen Sie uns Ihren Lieblings „Qualvollen Meilenstein“.
Der Sieger darf den qualvollen Meilenstein dann einem Politiker seiner Wahl auf den kleinen Zeh fallen lassen. Oder ihn sich aus Verzweiflung über den qualvollen Sprachnequatsch um den Hals binden und in den Wörthersee springen.

Blumberg 2 – News

Blumberg 2 wurde in den großen Schweizer Zeitungen „Tagesanzeiger“, „Basler Zeitung“ und „Der Bund“ von Hanspeter Eggenberger im „Krimi der Woche“ besprochen, und mit vier von möglichen fünf Sternen bewertet.

„… Niedermann, der nicht etwa zu den Regionalkrimischreibern gehört, sondern in der Tradition von Charles Bukowski und Jörg Fauser steht, schneidet in seinem unkonventionellen Noir-Kriminalroman grundsätzliche Fragen der menschlichen Existenz an.“

P.S. Ich habe noch einige wenige Exemplare. Sie können bei mir, versandkostenfrei bestellt werden. € 20.- / sfr. 25.-
andreas@niedermann.at

https://www.tagesanzeiger.ch/moerderische-verstrickungen-in-den-schweizer-alpen-303419882215https://www.derbund.ch/moerderische-verstrickungen-in-den-schweizer-alpen-303419882215https://www.bazonline.ch/moerderische-verstrickungen-in-den-schweizer-alpen-303419882215

Unverständlich verständlich

Es ist für mich unverständlich, dass es so viele Leute geben soll, die nicht kapieren wollen, wieso andere Leute – in Massen – Verschwörungstheoretikern nachlaufen und huldigen, aber es gleichzeitig völlig normal finden, dass ein Burgschauspieler mit seinen privaten Geschichtchen in Buchform angeblich Millionenauflagen erzielt. Millionen, Freunde, Millionen.
Und dieselben Leute finden es ebenso normal, auch so ein Buch zu kaufen. Warum eigentlich?
Weil es die anderen auch tun?
Weil Denis Scheck es sagt?
Weil es zur Zeit land auf land ab auf jedem Radiosender, jeder Literatursendung, jedem Feuilleton an uns herangetragen wird?
Das kann nicht sein.
Da stecken die Bots von Putin dahinter, da bin ich sicher.

Das Museum dummer Sprüche (1)

Watergate-Enthüller bringt Trump in Not

Donald Trump war schon früh sehr genau über die Bedrohung durch das Coronavirus informiert – das deckt der Journalist Bob Woodward auf. Besonders brisant: Er hat den US-Präsidenten auf Band. 

Wie wenig man hierzulande, auch beim Spiegel Online, noch nicht verstanden hat, wer und was Trump ist, beweist diese Headline.
Was soll Trump in Not bringen? Dass er die Leute angelogen hat? Das tut er doch, wenn Luft aus seinem Mund entweicht.
Und woher soll diese Not denn kommen?
Es ist wie bei den Wählern der FPÖ: Keiner von den Spießern wird zugeben, sich geirrt zu haben. Das höchste, was von denen zu erwarten ist, ist, dass sie der Wahl fernbleiben oder FPÖ-light, also ÖVP wählen.

Und den Trumpisten ist alles egal. Sie freuen sich auf den Bürgerkrieg. Wozu hat man sonst all die schönen Waffen zugelegt?
Und wir wissen es: Was sich in den USA durchsetzt, schwappt auch über den Atlantik. The good, the bad and the ugly.

Und hier noch eine Empfehlung:
Schaut euch auf Netflix die Doku: „Das Dilemma der sozialen Medien“ an.
Es kann nicht schaden, einen Becher Bourbon neben den Laptop zu stellen.

Spießer aller Couleur

„Sie wollte immer eine Tochter wie die Rote Zora: frech, wild und mutig. Ich war die meiste Zeit ein Madita Mädchen, brav höflich, still. Einmal habe ich der Supermarktkasse einen Knicks gemacht – ich glaube, sie hat sich nie wieder so für mich geschämt wie in diesem Moment.“

berichtet Anna Mayr in ihrem Buch „Die Elenden“ über ihre Punker-Mutter.
Bemerkenswert, finde ich.
Vermutlich hätte es Mami gefallen, wenn die Tochter auf den Boden gepieselt oder das Süßigkeitenregal umgerissen hätte.
Meine Kleinbürger-Mutter hätte sich über einen Knicks von mir gefreut, und sich nie wieder so für mich geschämt, wenn ich mich ungezogen benommen hätte.

Das sind in etwa die beiden Seiten der Spießermedaille. Das eine ist die Seite mit der Punkermutti, die ganz klare Vorstellungen von ihrer Tochter hat, so wie mein Vater auch ganz konkrete Pläne für mich in der Lade hatte. Spießigkeit auf beiden Seiten.

Waren wir denn nicht angetreten, mit diesen Dingen Schluss zu machen? Auch, und gerade Punks?
Aber es zeigt sich, dass auch Punkerinnen, die Brunnen mit Seife überschäumen lassen, nichts anderes sind als verkleidete Spießerinnen in Punkermontur.

Und dass Mutti nichts so sehr hasste wie Nazis, wie Mayr schreibt, lässt bei mir doch zart die Frage aufkeimen: Warum eigentlich?
Ist es nicht ein von Gott gegebenes Recht, dass die Deutschen bevorzugt zu behandeln sind? Und dass immer andere dafür zu belangen sind, wenn diesem Recht nicht genügend Rechnung getragen wird.

Und wer daran noch Zweifel hatte, der konnte es sich letztes Wochenende live ansehen: Reichsflaggen neben Regenbogenfahnen, Althippies neben Neonazis. Punkermontur neben Identitären.

Spießer aller Couleur vereinigen sich!