Hier lebe ich

Florian Scheuba ist ein österreichischer Satiriker und Comedian. Nicht wenige von uns glaubten, ihn neulich in der Television zu erblicken, angetan mit Perücke und auf SPÖ-Infrastrukturministerin Doris Bures aufgeziegelt. Anders war das, was die Politikerin absonderte, nicht zu erklären:

Sie begründete nämlich das Verteilen von millionenschweren Inseratenaufträgen der ÖBB (Steuergelder) an die Krawallblätter „Krone“, „Heute“ und „Österreich“ mit der „Aufgabe des Unternehmens, die Bürger zu informieren“. Wie wichtig die Kommunikation mit der Bevölkerung sei, zeige das Beispiel des umstrittenen deutschen Bahnprojektes Stuttgart 21.

Ein Brüller! Oder wie Scheuba sagen könnte: „Ich bin ja nur ein Comedian, aber die Bures ist ein echter Komiker.“

Nur, mit so was kommen die hier durch. Nun hat nach der ÖVP, FPÖ, BZÖ auch die SPÖ ihr: „es gilt die Unschuldsvermutung“. Nur die „Grünen“ sind noch nicht angewixt, und sauber. Normalerweise könnte man davon ausgehen, dass sie deswegen richtig Stimmen machen würden. Normalerweise. Aber hier ist Österreich. Und deswegen wird man sie einfach noch mehr hassen. Warum? Weil sie sich zu gut dafür sind, korrupt wie alle anderen zu sein.

So, jetzt wisst ihr Bescheid. Hier lebe ich.

Eine Antwort auf „Hier lebe ich“

  1. ich sah heute den film „wer wenn nicht wir“. ich bin davon beeindruckt, wie ernsthaft ueber politik, literatur (insbesondere ueber hans henny jahnn) und das leben im allgemeinen damals diskutiert wurde. trotzdem erscheint mir dieser film wie eine faelschung der geschichte. war die entstehung der raf wirklich nur eine komische liebesgeschichte… kann mir da jemand bitte weiter helfen? der faschismus ist doch noch immer sehr real. siehe die blogs von andreas n. nicht, dass wir kaufhaeuser in brand setzen muessen. das bringt eh nichts. aber gegen die kaufhaeuser zu sein waere schon mal ein anfang…

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