„Sido“ is in town, hallelujah!

Ich mag Sido. Sein intelligentes Gesicht mit dem flächigen, ironischen Haifischlächeln. Er sieht immer aus, als würde er seinem Gegenüber gleich eine reintun, und zwar, ohne das Lächeln abzunehmen. So was mag ich. Und ich mag auch, dass er nie dumm rumquatscht.

Jetzt ist Sido in Wien. Als Juror in einer Talenteshow im ORF, wo er sich prompt mit einem der hervorragendsten Arschlöcher der Republik angelegt hat, einem Manno, der aussieht wie eine von Hans Dichands Hunden zerkaute Ausgabe des „Stürmer“, der Jeannée Michael, seines Zeichens Schmierant von „Krones“- Gnaden, greises Hätschelkind der von der Entnazifizierung verschonten Wiener Society, der, als die Polizei einen 14-jährigen Dieb mit Schüssen in den Rücken notwehrte, schrieb: „Wer alt genug zum Stehlen ist, ist auch alt genug zum Sterben“.

Es war einfach köstlich, wie Sido den Alt-Adabei mit einem: „Ah, Sie sind der Hausmeister“, abtropfen ließ. Der Piefke at his best. Wunderbar. Und wie das Schmierantenhundi der Familie Dichand danach hinter ihm herhechelte, und ihn als „Superprolo“ bezeichnete, der den „Wiener Schmäh“ nicht verstehe. Das war einfach schön. Einfach köstlich.

Weiter im Text, Sido!